Inhalt: Schleusenkanal Tornitz
Die Schifffahrt hat auf der Saale im Bereich zwischen Calbe (km 20,0) und
Halle (km 88,0) überwiegend gute Bedingungen. Im Unterlauf jedoch, zwischen der
Mündung (km 0,0) und Calbe, bestehen mit den Felsenstrecken und engen
Kurvenradien sehr komplizierte Verhältnisse, so dass die Schifffahrt bei
Niedrigwasser regelmäßig zum Erliegen kommt.
Zur Beseitigung dieser Probleme war in den dreißiger Jahren des vergangenen
Jahrhunderts bei Klein Rosenburg der Bau einer Staustufe (Schleuse und Wehr)
vorgesehen, sie wurde kriegsbedingt nicht realisiert.
Im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes 1992 war diese Lösung Bestandteil
umfangreicher Untersuchungen, sie wurde 2001 jedoch aus naturschutzfachlichen
Gründen verworfen. Hieraus resultierte der Auftrag zur Erarbeitung einer
umweltverträglicheren Lösung - es entstand die Planung zum Schleusenkanal
Tornitz.
Bei der vorgesehenen technischen Lösung kann auf den Bau eines Wehres in der
Saale verzichtet werden, d.h. die Saale bleibt auf der gesamten Strecke zwischen
Calbe und der Mündung in die Elbe wie bisher frei fließend.
Im Januar 2007 übernahm das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg die
Projektbetreuung zum Ausbau der Unteren Saale – Schleusenkanal Tornitz. Bis zu
diesem Zeitpunkt war das WSA Magdeburg Träger des Vorhabens.
Luftbild der Saalemündung